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Inklusion sichtbar gemacht: Hessentag in Fulda für alle
Bereits im Vorfeld wurde deutlich, dass Inklusion beim Hessentag nicht nur ein Schlagwort ist. Die Stadt Fulda und ihre Partner haben zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, damit möglichst viele Menschen am Landesfest teilhaben können. Dazu gehören zum Beispiel Großdruck- und Tastpläne für Menschen mit Seheinschränkungen, die gemeinsam mit der Blindenstudienanstalt Marburg entwickelt wurden. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen stand ein eigener Lageplan mit Informationen zu Steigungen und Wegbeschaffenheiten zur Verfügung.
Barrierefreie Shuttlebusse und Toiletten, eine Rollstuhltribüne beim Festumzug sowie ein kostenfreier Holen-Bringen-Begleiten-Service sorgten zusätzlich dafür, dass Barrieren abgebaut wurden. Zusätzlich wurden die Eröffnungsveranstaltung und der Festgottesdienst durch Gebärdensprachdolmetschende begleitetet und sogar das Riesenrad kann mit dem Rollstuhl genutzt werden.
„Der Hessentag soll ein Fest für alle sein“ – dieser Anspruch war besonders beim Inklusionstag am 15. Juni 2026 deutlich spürbar.
Voller Vorfreude machten sich deshalb auch Klient*innen sowie Mitarbeitende der Tanner Diakonie auf den Weg nach Fulda. Nach den Begrüßungsworten von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und dem Hessentagspaar Vera und Max Dudyka erkundete die Gruppe die zahlreichen Angebote rund um das Thema Inklusion.
An der Himmelsbühne konnten die Besucher*innen erleben, welche Herausforderungen Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen im Alltag bewältigen. Besonders beeindruckend waren sogenannte „Tremorhandschuhe“, die durch leichte Stromimpulse ein Zittern der Hände simulierten. Verschiedene Simulationsbrillen machten unterschiedliche Sehbeeinträchtigungen erfahrbar und sorgten für viele interessante Gespräche und neue Perspektiven.
Der Inklusionstag bot darüber hinaus zahlreiche Mitmachaktionen wie Rollstuhlparcours, Hörsimulationen, tastbare Bilderbücher, Hörmemorys und Blindenführungen. Auch Angebote zur Unterstützten Kommunikation zeigten, wie vielfältig Kommunikation sein kann und wie wichtig alternative Verständigungsmöglichkeiten für viele Menschen sind. Passend dazu war auch unsere Mitarbeiterin Anna Wuscher, Fachkraft für Unterstützte Kommunikation, vor Ort vertreten. Sie informierte Interessierte über unterschiedliche Kommunikationshilfen und zeigte auf, wie Menschen mit komplexen Kommunikationsbedürfnissen besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Im weiteren Verlauf erkundete die Gruppe die zahlreichen Stände und Aussteller in den Fuldaauen. Die „Blaulicht-Familie“, bestehend aus Fahrzeugen von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei, sorgten ebenso für Begeisterung wie die vielen Begegnungen mit bekannten Gesichtern auf dem Gelände. Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz.
Am Ende des Tages kehrten alle mit vielen Eindrücken, neuen Erfahrungen und schönen Erinnerungen nach Tann zurück. Für die Tanner Diakonie steht fest: Der Hessentag in Fulda hat gezeigt, wie Inklusion gelingen kann, wenn Barrierefreiheit konsequent mitgedacht wird und Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen selbstverständlich dazugehören.












