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Wir und Corona

Coroan – (Un)Wort des Jahres – Beitrag vom Ambulant Begleiteten Wohnen – April 2020

Wer hätte gedacht, dass es einmal so weit kommen wird. 2020, das Jahr, in dem alles anders läuft und sich viele Dinge verändert haben. Wenn dieses Jahr das (Un)Wort gewählt wird, dann werden sich wohl nur Corona und Covid-19 duellieren.
Dementsprechend sind auch die Schlagzeilen der BILD eintönig wie nie zuvor und auch regionale Medien haben nur noch ein Thema – CORONA! Während anfangs noch Witze über China gemacht wurden, so erntet man heute eher schiefe Blicke, sofern man sie unter den Masken, erkennen kann. Corona beim Einkaufen, Corona an der Arbeit, Corona Zuhause, Corona überall.
Folgt man den News, so wird Corona sehr negativ dargestellt, was natürlich richtig ist. Doch betrachtet man einmal die Buchstaben von CORONA einzeln, so lässt sich doch auch einiges Positives an dem Wort finden.

Während der Zeit Zuhause, kann man trotz alledem viele Dinge tun. So werden einige zum Chefkoch, da neue Rezepte eigenständig oder unter Anleitung ausprobiert werden.

Zudem ist plötzlich Zeit da, um die Dinge zu Ordnen, die man sonst gekonnt auf morgen verlegt hat.

Dennoch fällt es natürlich allen schwer, den sozialen Abstand zu wahren. Jedoch bedeutet das nicht, dass man alleine ist oder nichts machen kann. Man hat Zeit den Alltag in Ruhe zu erleben und seinen Interessen nachzugehen. Außerdem kann die Heimat durch ausgiebige Spaziergänge neu kennengelernt und die Leckereien vor Ort getestet werden.

Sieht man Corona im Allgemeinen als kleine oder große Herausforderung an, so meistern wir diese nur gemeinsam und mit dem Slogan #lächelntrotzMaske lässt sich der neue Alltag viel positiver angehen.

„Wir laufen Corona davon“   – Gruppe Edelweiß/Haus Noah – Beitrag vom April 2020

Bei all den vielen Einschränkungen, die wir im Moment in Kauf nehmen müssen, um diese schwierige Zeit zu überstehen, gibt es auch immer wieder schöne Momente. So können wir in diesem Frühling bei regelmäßigen Spaziergängen den Wandel der Natur beobachten. Jede Woche kann man etwas Anderes bestaunen. Diese intensive Zeit genießen wir als Mitarbeiter genauso wie auch unsere Klienten. Besonders gut können wir diese Zeit nutzen, um persönliche Zuwendung und Lebensfreude zu vermitteln.

Man lernt sich noch besser kennen und jeder kann sein Wissen weitergeben oder etwas Neues erfahren. Besonders schön ist es aber, gemeinsam zu lachen und Spaß zu haben. Manchmal muss man auch den inneren „Schweinehund“ überwinden, um ein Stück zu laufen. Umso schöner ist es, dann zu merken, wie gut die Bewegung tut.

……und dann gefragt wird: „Gehen wir morgen wieder?“

Beauty Corona Masken Nachmittag im Haus Elia – Beitrag vom April 2020

Was ein Jammer, was ein Mist, wenn Corona alles ändern lässt. Was nun tun, wenn kein Nagelstudio, Friseur, Beautysalon offen hat? Abwarten bis man so langes Haar, Nägel und Pickel bekommt, sodass einer einen fast gar nicht mehr erkennt, weil man wie ein Langhaarpudel aussieht? Nee, nee, nee… nicht mit uns!

Wir trotzen dem Ganzen und  sowieso  selbst  ist  die  Frau.  Also  den  PC  angeschmissen  und  flott  ein  Honig-Quark-Masken  Rezept  herausgesucht.  Eine  Schüssel  geschnappt und einen Löffel. Alles zusammen gemixt und ab damit in das Gesicht. Schön einziehen lassen und noch ein bis zwei Scheiben Gürkchen dazu geklebt  und  schwupsdiewups Kartoffelsupp,  das   Gesicht   sieht   aus   wie   frisch   aus    dem    Beautysalon.

Auch    die    Nägel    dürfen    natürlich nicht fehlen.  Also  Koffer  mit  Nagellack,  Pfeile  und Glitzersteinchen geschnappt und los geht die farbenfrohe Lackieraktion. Nun sind wir wieder wunderschön und fühlen uns wie  neu geboren. Haben viel dabei gelacht, gequatscht und uns von Musik gleichzeitig berieseln lassen.

Beitrag vom Ambulant Begleiteten Wohnen / Rhönhof – März 2020

Puh, das wird schwer! So dachten wohl die meisten Mitarbeiter der Tanner Diakonie. Wie schaffen wir es, die ganzen Entbehrungen und Einschränkungen unserer Klienten aufzufangen?

Und dann die Überraschung – Zeit haben! Den Alltag umkrempeln und jeden Tag besonders machen. Es ist ganz leicht. Unser Hasenstall bekommt eine schöne rote Farbe verpasst und sein Dach wird mit Holzschindeln belegt. Im Vorgarten steht plötzlich ein altes Holzbett, was zu einem Hochbeet umfunktioniert wurde. Wir räumen den Keller auf und es entsteht ein Ort zum Sporttreiben bei schlechtem Wetter; kleine Sportgeräte, Hanteln, eine Yogamatte und Musik. Ein Klient, der seine Freundin zurzeit nicht sehen kann, stellt eine Kette aus Speckstein für sie her.

Wir singen, tanzen, toben… Sammeln Naturmaterial und gestalten Bilder, lernen neue kreative Dinge, wie Linolschnitt und Sandbilder herzustellen. Wir versorgen uns selbst- kochen jeden Tag und probieren neue Rezepte aus. Gut, das Essen schmeckt nicht immer… Aber wir üben weiter :-)!

Wir rücken alle ein Stück näher zusammen und lernen uns noch besser kennen. Wir sind wie eine zweite Familie.